Dienstag, 07. Februar 2012
Home arrow Das Hufeisen arrow Geschichtliches
Woher kommt das Hufeisen?
Das Pferd erhält zum Schutz der Hufe ein Hufeisen aufgenagelt.

Ein Hufeisen ist u-förmig gebogen und mit Nagellöchern versehen. Freilebende Pferde brauchen kein Hufeisen, da das Hufhorn gleichermaßen nachwächst wie es sich abnutzt.
Bei Pferden, die als Reit- bzw. Fahrpferde dienen, wird der Huf natürlich schneller abgenutzt als er nachwachsen kann und daher benötigt er auch einen Schutz.
Deshalb suchten die Menschen schon im Altertum nach einem Schutz für die Hufe.

Die Ägypter verwendeten geflochtene Sandalen aus Bast oder Lederschuhe, die mit Stricken oder Riemen ans Pferdebein gebunden wurden. Allerdings waren solche Konstruktionen wenig haltbar.

Die Römerverwendeten bereits Hufbeschlag aus Bronze oder Eisen, aber auch bei ihnen verursachten die Riemen Scheuerwunden. Bei schnellem Ritt flogen die gebundenen Eisen schnell weg, oder die Pferde gerieten ins Stolpern.
 
Genagelte Eisen wie sie heute verwendet werden, gibt es wahrscheinlich seit dem 5. Jahrhundert in Europa.
Diese wurden wahrscheinlich von Hunnen aus Asien mitgebracht. Solche Hufeisen werden mit Nägeln an dem toten Hornteil der Hufe befestigt und halten erheblich besser.
Da der Huf auch unter dem Hufeisen weiterwächst, sollten Hufeisen alle sechs bis acht Wochen abgenommen und die Hufe nachgeschnitten werden.
Damit das Hufeisen gut am Huf anliegt, wird es vor dem Aufnageln erhitzt bzw. aufgebrannt.
Dem Pferd entsteht dadurch kein Schmerz, allerdings erschrecken manche Pferde vor dem aufsteigenden Qualm. Werden Pferde nicht oder nur wenig geritten, brauchen sie in der Regel keine Hufeisen. Man läßt sie sozusagen barfuß gehen. Aber auch diese Hufe müssen regelmäßig vom Fachmann ausgeschnitten werden.

Hufeisen gelten als Glückbringer.

Sie müssen mit der Öffnung nach oben aufgehängt werden, damit das Glück nicht herausfällt. (Textausschnitt aus der Literatur von Künzl Ernst)

 
weiter >