Dienstag, 07. Februar 2012
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Hufbeschlag & Hufschutz
Wissenswertes über den Hufbeschlag und
alternative Hufschutzmöglichkeiten

Textquelle: Bernhard Mayr, D-82269 Geltendorf/Kaltenberg
http://www.hufkurs.de

Nach einer Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover treten die häufigsten Erkrankungen beim Pferd mit über 60 % Anteil an seinem Bewegungsapparat auf. Deshalb kommt dem Hufschutz und seinen Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat größte Bedeutung zu. Dabei ist zu beachten,  daß bei der Auswahl und Anfertigung eines sachgerechten Hufschutzes die individuellen Bedürfnisse des Pferdes und seines Besitzers nach Art  (leichtes,  schweres Pferd),  Gebrauchszweck und Bodenverhältnissenberücksichtigt werden müssen.  (Ganzheitliche Sicht)

Die durchschnittliche Lebenserwartung deutscher Reitpferde liegt unter 10 Jahre! Eine häufige Ursache für die geringe Lebenserwartung sind vorzeitig verschlissene Gliedmaßen,  oft hervorgerufen durch unsachgemäßen Hufschutz und Hufpflege und daraus resultierender Überbelastung der Gliedmaßen. Deshalb muß der Hufschutz mit größter Sorgfalt und handwerklichem Können ausgeführt werden,  um dauerhaften Schaden an den Gliedmaßen des Pferdes zu verhindern.
Für den Hufschutz werden derzeit neben dem konventionellen Eisenbeschlag auch Kunststoff-Klebeschuhe und -Beschläge als auch Hufschuhe zum anschnallen angeboten.

Fazit:
Der sachgerechte Hufschutz stellt also auch einen nicht unerheblichen Kostenfaktor in der Pferdehaltung dar, dennoch darf der Preis dafür nicht das Maß aller Dinge sein.

Ein sorgfältig ausgeführter, qualitativ hochwertiger Hufschutz ist Präzisionsarbeit, erfordert Ruhe,  Zeit, einen hellen,  sauberen Arbeitsplatz und viel handwerkliches Können und ist deshalb nicht in nur 50 Minuten auszuführen.

Diese Qualititsarbeit in Verbindung mit der möglichst genauen Einhaltung der Beschlagsintervalle von max. 6 - 8 Wochen gewährleistet jedoch die Gesunderhaltung der Hufe und der gesamten Gliedmaßen und ggf. die frühzeitige Erkennung von Schäden und Erkrankungen am Huf, was wiederum die Behandlungs- und Tierarztkosten senkt und das Wohlbefinden sowie die Lebensdauer Ihres Pferdes erhöht.

Ihr Pferd wird es Ihnen durch Lebensfreude und Leistungsbereitschaft danken.


Bei jeder Diskussion über das Für und Wider von Hufschutz sollte deshalb beachtet werden,  daß ein Hufschutz überhaupt erst notwendig wird, durch die Nutzung des Pferdes durch den Menschen als Reit- und Zugtier.

Welche Art von Hufschutz nun bevorzugt wird hängt ganz von den individuellen Bedürfnissen des Halters und seines Pferdes ab.

Pferde,  die beispielsweise auf Koppeln gehalten werden und nur gelegentlich geritten werden,  bedürfen in der Regel keines oder nur zeitweisen Hufschutzes, wohl aber, bedingt durch die kultivierte Haltung, der regelmäßigen und sachkundigen Hufpflege.

Die Vor- und Nachteile der o.g.  Hufschutzmöglichkeiten sowie deren Einsatzbereiche werden unter der jeweiligen Beschlagart erläutert.
 
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