Wissenswertes über den Hufbeschlag und
alternative Hufschutzmöglichkeiten
Textquelle: Bernhard Mayr, D-82269 Geltendorf/Kaltenberg
http://www.hufkurs.de
Nach einer Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover treten
die häufigsten Erkrankungen beim Pferd mit über 60 % Anteil an seinem
Bewegungsapparat auf. Deshalb kommt dem Hufschutz und seinen
Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat größte Bedeutung zu.
Dabei ist zu beachten, daß bei der Auswahl und Anfertigung eines
sachgerechten Hufschutzes die individuellen Bedürfnisse des Pferdes und
seines Besitzers nach Art (leichtes, schweres Pferd), Gebrauchszweck
und Bodenverhältnissenberücksichtigt werden müssen. (Ganzheitliche
Sicht)
Die durchschnittliche Lebenserwartung deutscher Reitpferde liegt unter
10 Jahre! Eine häufige Ursache für die geringe Lebenserwartung sind
vorzeitig verschlissene Gliedmaßen, oft hervorgerufen durch
unsachgemäßen Hufschutz und Hufpflege und daraus resultierender
Überbelastung der Gliedmaßen. Deshalb muß der Hufschutz mit größter
Sorgfalt und handwerklichem Können ausgeführt werden, um dauerhaften
Schaden an den Gliedmaßen des Pferdes zu verhindern.
Für den Hufschutz werden derzeit neben dem konventionellen
Eisenbeschlag auch Kunststoff-Klebeschuhe und -Beschläge als auch
Hufschuhe zum anschnallen angeboten.
Fazit:
Der sachgerechte Hufschutz stellt also auch einen nicht unerheblichen
Kostenfaktor in der Pferdehaltung dar, dennoch darf der Preis dafür
nicht das Maß aller Dinge sein.
Ein sorgfältig ausgeführter, qualitativ hochwertiger Hufschutz ist
Präzisionsarbeit, erfordert Ruhe, Zeit, einen hellen,
sauberen Arbeitsplatz und viel handwerkliches Können und ist deshalb
nicht in nur 50 Minuten auszuführen.
Diese Qualititsarbeit in Verbindung mit der möglichst genauen
Einhaltung der Beschlagsintervalle von max. 6 - 8 Wochen gewährleistet
jedoch die Gesunderhaltung der Hufe und der gesamten Gliedmaßen und
ggf. die frühzeitige Erkennung von Schäden und Erkrankungen am Huf, was
wiederum die Behandlungs- und Tierarztkosten senkt und das Wohlbefinden
sowie die Lebensdauer Ihres Pferdes erhöht.
Ihr Pferd wird es Ihnen durch Lebensfreude und Leistungsbereitschaft danken.
Bei jeder Diskussion über das Für und Wider von Hufschutz sollte
deshalb beachtet werden, daß ein Hufschutz überhaupt erst
notwendig wird, durch die Nutzung des Pferdes durch den Menschen als
Reit- und Zugtier.
Welche Art von Hufschutz nun bevorzugt wird hängt ganz von den individuellen Bedürfnissen des Halters und seines Pferdes ab.
Pferde, die beispielsweise auf Koppeln gehalten werden und nur
gelegentlich geritten werden, bedürfen in der Regel keines oder
nur zeitweisen Hufschutzes, wohl aber, bedingt durch die kultivierte
Haltung, der regelmäßigen und sachkundigen Hufpflege.
Die Vor- und Nachteile der o.g. Hufschutzmöglichkeiten sowie
deren Einsatzbereiche werden unter der jeweiligen Beschlagart erläutert. |